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Jens Reisen
...die Welt ist viel zu schön dafür sie nicht zu sehn...
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Algarve Strand Algarve

Im November / Dezember '97 war ich in Portugal in der Algarve. Ich hatte Glück mit dem Wetter, was zu dieser Jahreszeit nicht selbstverständlich ist, kurz vor meiner Ankunft hatten starke Stürme getobt. Aber so war relativ wenig los, man konnte locker einen Strand für sich ganz allein finden und ungestört in der Sonne liegen oder baden gehen - wenn auch das Wasser nicht hätte kälter sein dürfen *brrrr*.

Die Küste der Algarve ist unglaublich schön, Steilhänge mit bizarren Felsformationen, immer wieder unterbrochen durch feine Sandstrände. Von meinem Hotel aus habe ich verschiedene Touren an der Küste entlang gemacht, aber auch ins Landesinnere, wobei ich sagen muß, daß es nicht sooo viele kulturelle Highlights gibt. Die Küstenstadt Lagos bietet einige Sehenswürdigkeiten, aber insgesamt hat man recht schnell alles gesehen. Es ist vor allem die Natur, die den Reiz der Region ausmacht, neben der Küste auch die Serra de Monchique, von der man bei gutem Wetter einen traumhaften Blick auf das Umland hat.

Algarve Höhlen Noch schöner ist die Algarve, denke ich, im Frühling, wobei der Herbst einen unvergleichbaren Anblick schafft - es blühen nämlich bestimmte Pflanzenarten, während andere gerade in Herbstfarben erstrahlen. Leider fällt zu dieser Jahreszeit in Portugal der meiste Regen. Wie gesagt, man braucht ein wenig Glück.

Leider habe ich es nicht mehr nach Lissabon geschafft, ich glaube aber, daß ein Abstecher dorthin auf jeden Fall lohnenswert ist.

Unterm Strich würde ich sagen, daß sich ein Portugalurlaub vor allem lohnt für vielleicht ein bißchen romantisch angehauchte Menschen, die gerne die Wunder der Natur bestaunen oder - im Frühling oder Sommer - für die, die einfach einen Badeurlaub machen wollen, am Sandstrand unter Palmen und Sonne.
Postkarte N.Y.C. New York

Vor ein paar Jahren besuchte ich die Metropole an der Ostküste der USA, seitdem ist New York City für mich die interessanteste und faszinierendste Großstadt der Welt - naja, ich kenne nicht alle.

Da in Manhatten alle Streets durchnummeriert sind, findet man sich schnell zurecht und findet all die Sehenswüdigkeiten problemlos, und davon gibt es eine ganze Menge. Eigentlich ist so ziemlich alles irgendwie berühmt, glaube ich. Welche Stadt hat schon ein bekannteres Wahrzeichen als New York mit der Freiheitsstatue, die den Eingang zur Stadt bewacht - und gleichzeitig schmückt?

Auch scheint New York von Superlativen jeglicher Art gefüllt zu sein. Angefangen von den imposanten Wolkenkratzern, von denen ich das Chrysler-Building am schönsten finde, direkt an der Grand Central Station gelegen, dem sehr beeindruckten und kunstvollen alten Bahnhofsgebäude, von dem wir unsere Ausflüge zu beginnen pflegten und zu dem wir abends meist sehr ausgepowert und mit vielen neuen Eindrücken von der Stadt zurückkehrten. Die beiden höchsten Türme, die Twin Towers des World Trade Center, sind von der eher einfacher Schönheit des modernen New York. Von oben hat man in einer Höhe von ca. 400 Metern einen phantastischen Ausblick über die Stadt, den Hudson- und den East-River und das Umland.

Was ich an der Stadt, die niemals schläft, ganz besonders schätze, sind all die Kontraste, die Hektik auf der einen Seite und dann die Ruhe, die man im Central Park oder in kleinen, versteckten Plätzen genießen kann, oder den Glanz und Gloria der superreichen und die Einfachheit, mit der die gewöhnlichen Leute ihr Leben meistern. Dann all die verschiedenen Völker, die hier zuhause sind. New York vereinigt sämtliche Lebensstile, Religionen, und Denkweisen auf vergleichsweise kleinstem Raum. Und wenn man von Nobeleinkaufscentren, wie dem Trump Tower, ein kleines Stückchen weitergeht, verwandelt sich der edle Marmorgehsteig auf einen Schlag (man sieht in der Tat eine Trennlinie am Boden) in einen heruntergekommen, aus unebenen Betonplatten zusammengeflickten Bürgersteig, wo keine Angestellten mehr auf die gepflegte Sauberkeit der Straße achten. Solche Dinge können einen recht nachdenklich machen. Vielleicht macht dies ein bißchen den Reiz der Stadt aus, daß man mit so vielen einzelnen Details konfrontiert wird, die insgesamt unsere ganze Welt wiederspiegeln, die des Reichtums und Konsums genauso wie die der Armut und der Einfachheit.

Wer schonmal in New York ist, sollte auf jeden Fall mehr von der oft traumhaften Ostküste anschauen, Städte wie Bosten und Providence, die Strände von Long Island und die schöne Halbinsel Cape Cod, oder auch ein wenig ins Landesinnere fahren, um z.B. die Niagarafälle zu besichtigen. Was ich persönlich noch vorhabe, ist irgendwann einmal von der Ostküste bis zur Westküste der USA zu fahren, um noch mehr Eindrücke und Kontraste zu sammeln.
Wo ich auch noch unheimlich gern war, ist z.B. Italien, Spanien und Dänemark, worüber ich sicher irgendwann noch was schreiben werde. Wo ich noch nicht war, aber wahnsinnig gern mal hinfahren würde, ist Griechenland, Kroatien, die Türkei, Island, Australien...
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(Johann Wolfgang Goethe)
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